Arcadia Center, Mailand. Interview mit dem Architekt Giuseppe Tortato

Linea Light Group
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Ein ambitioniertes Stadterneuerungsprojekt, bei dem sich das Licht als integrierender Bestandteil des architektonischen Ausdrucks bestätigt.

Das im Auto-Distrikt im Nordwesten von Mailand gelegene Gebäude aus den 1970iger Jahren wurde durch eine erstaunliche Designarchitektur erneuert, bei der die sinusförmigen Linien der Fassade perfekt mit den kantigen Elementen des restlichen Fabrikskörpers verschmelzen.

Für eine eingehendere Betrachtung des Arcadia Center-Projekts und die beleuchtungstechnischen Wahlen gehen wir nun zum Interview mit dem Architekt Giuseppe Tortato über.

Was und welche Kriterien dienten als Inspiration und Leitfaden beim Entwurf des Arcadia Centers?

Das Ziel unseres Büros war der Entwurf von Gebäuden, die mit dem Umfeld kommunizieren und die ganze Branche aufwerten. Die Gebäude sollen den Stolz und das Zugehörigkeitsgefühl der Benutzer fördern. Sie stellen gleichzeitig ein Sinnbild und wichtigen Motor für die Erneuerung die städtischen Räume dar und schaffen somit einen Konsens. In dieser nicht nur ikonenhaften, sondern „echten“ Architektur wurden die Innenbereiche mit einem „sensoriellen Planung“ gemäß der Wahrnehmung entwickelt.

Das Projekt des Arcadia Center ist das Ergebnis einer Vereinigung zwischen der Transparenz des Gebäudes im Zeichen eines Designentwurfs und des Abschirmungsbedarfs bei starkem Licht und Sonneneinstrahlung. Für den Ausgleich der städtebaulichen Einschränkungen durch die Position des Gebäudes war in diesem Fall die Anwendung moderner Technologien, wie die LED-Beleuchtung sehr wichtig, die für eine mit alten Beleuchtungssystemen nur schwer erreichbare Raumqualität und konstante Lichttemperatur sorgt.

Wir sehen unseren Entwurf als ganzheitliches Projekt, das alle Gesichtspunkte des Gebäudes, wie Licht, Luft und Akustik einbezieht und die Präsenz von Naturelementen und vor allem von Grünanlagen vorsieht und sich auf die Kontrolle der körperlichen Gesundheit und des geistigen Wohlbefindens der Insassen konzentriert, die sich aus beruflichen Gründen im Gebäude aufhalten oder darin wohnen. Der Markt fordert immer gesundheitsförderndere Gebäude und fordert die besten Entwerfer auf, ihr ganzes technologisches und entwurfstechnisches Know-how in die Projekte einfließen zu lassen.

Wie haben Sie sich das Licht in diesem Architekturprojekt vorgestellt?

Wie bei all unseren Projekten haben wir für das Arcadia Center zuerst an eine Grundbeleuchtung gedacht, die ein diffuses und möglich gleichmäßiges Licht in allen Bereichen ohne Blendung oder Schatten gewährleistet.

Es handelt sich um ein an der Autobranche inspiriertes „Positionslicht“, das die Räume mit einem vorhandenen, aber „unsichtbaren“ Licht erhellt. Für diesen Teil haben wir nicht sichtbare Leuchtkörper, wie LED-Streifen, vorgezogen.

Für spezifische Tätigkeiten benutzen wir Pendelleuchten, die die Räume auch aus szenographischer Sicht charakterisieren. So haben wir beispielsweise in der „Laterne“ die Pendelleuchte Pool oder im Rezeptionsbereich die Leuchte Tour benutzt, um den Räumen Dynamik zu verleihen.

Für die Außenbereiche des Gebäudes wurden das sogenannte „Nachtlicht“ benutzt, das das Gebäude in den Nachtstunden hervorheben und seine Formen betonen soll. In diesem Fall haben wir für den Umfang des Gebäudes die LED-Streifen vorgezogen. Dies gilt auch für die „Laterne“ im letzten Stockwerk. Es handelt sich um eine Art Ufo, das auf dem Dach gelandet ist. Bei Tag erscheint es fast matt, bei Nacht schaltet es sich ein und wird auf überraschende Weise dank des Lichtes zum Leben erweckt.

Haben Sie sich den Lichteffekt des fertigen Gebäudes so vorgestellt? Wurde während der Ausführung etwas verändert?

Das ursprüngliche Projekt sah eine LED-Leuchtröhre entlang des Fensterladens vor, der die Bänderung an der Hälfte trennt. Dadurch sollte dem Gebäude eine weitere Dynamik verliehen werden. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung während der Mittagszeit, die eine Verformung der LEDs befürchten ließ, hat man davon abgesehen.

Warum haben Sie Produkte von Linea Light Group gewählt?

Wir arbeiten schon seit einigen Jahren mit Linea Light Group und möchten die Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen aus verschiedenen Gründen auch fortsetzen. An erster Stelle steht die Qualität der Produkte und das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis. Dazu kommt der Nachverkaufsservice. Zuletzt möchten wir noch nationalen Produkten den Vorzug geben.

Wie stellten Sie sich den Office-Bereich vor? Warum haben Sie Designerlampen und Lampen für die professionelle Beleuchtung für dieses Ambiente gewählt?

Wenn man einen Office-Bereich entwirft, denkt man natürlich an ein professionelles Produkt mit ausgezeichneter Leistung, dessen Merkmale - wie die kontrollierte UGR - das Wohlbefinden der Rauminsassen verbessert. Das ist die sensorielle Planung, von der ich am Anfang gesprochen habe, bei der Aspekte, wie eine Qualitätsbeleuchtung, ein gutes Design der Einrichtung und eine angemessene Belüftung/Klimatisierung des Raumes einfließen. Aus rein beleuchtungstechnischer Sicht ermöglicht die heute verfügbare Technologie eine noch bessere Qualität des Büros und steigert die Produktivität und Zufriedenheit der Arbeitenden.

Auch das Design bildet einen zusätzlichen Mehrwert, der nicht außer Acht gelassen werden darf. Die technologische Evolution hat zur Entwicklung von kompakten Leuchtkörpern geführt, die sich perfekt in das Gebäude integrieren und das Innendesign aufwerten.

Warum haben Sie unser Produkt Thin66 für das Außengesims gewählt?

Weil ich finde, dass Thin66 ein anpassbares lineares Element ist, das perfekt die Formen des Gebäudes betont. Es hat ein sehr dünnes Profil (knapp 12 mm am Sockel und ist nur 18 mm hoch) und kann somit als Deckenleuchte an bestehenden Wänden und Decken benutzt werden. Die Leuchte deckt (mittels Serienschaltung) lange Abstände ab und erzeugt daher eine homogene Lichtabstrahlung, eine Art „Lichtweg“, der den Linien des Gebäudes folgt und diese betont.

Architektenbüro Giuseppe Tortato

Arcadia Center, Mailand. Interview mit dem Architekt Giuseppe Tortato

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