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#Neues aus der Industrie
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LA SÙERA
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Materie und Landschaft im Dialog
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Eingebettet zwischen den Granitgipfeln von San Pantaleo erhebt sich La Sùera als organischer Teil des Gallura-Gebiets – Ausdruck einer relationalen Architektur, die auf volumetrische Dominanz verzichtet, um sich ganz der Natur anzuschließen. Das Projekt gestaltet das Gebäude unter Verwendung von lokalem Stein und verankert die Struktur fest in der Erde, bevor es sie im oberen Bereich auflockert, wo sich Terrassen und Dachflächen nahtlos in die mediterrane Macchia einfügen. Es ist eine Architektur, die den Ort nicht dominiert, sondern zu ihm gehört und Ausblicke bietet, die vom Dorf bis zum Meereshorizont reichen und die Gäste einladen, sich auf die tiefgründige Identität Sardiniens einzustimmen.
Der intime Maßstab des Bauwerks spiegelt eine präzise Philosophie der Boutique-Gastlichkeit wider, bei der Privatsphäre zu einem eigenständigen architektonischen Element wird. La Sùera fungiert als stille Schnittstelle zwischen der pulsierenden, künstlerischen Energie des historischen Zentrums von San Pantaleo und der urzeitlichen Stille der Landschaft der Gallura. Die Gemeinschaftsbereiche, die als offene, luft- und lichtdurchlässige Lounges konzipiert sind, verbinden die Strenge zeitgenössischen Designs mit der unverfälschten Essenz lokaler Handwerkskunst. Diese Fließendheit der Gemeinschaftsräume bereitet den Besucher sanft auf den Übergang in die intimere und privatere Dimension des Anwesens vor.
Betritt man die siebzehn Zimmer und Suiten, verzichtet die Formensprache der Innenräume auf alles Überflüssige, um eine raffinierte Nüchternheit zu zelebrieren, die durch klare Volumen und natürliches Licht geprägt ist. Neutrale Farbtöne, klare Linien und haptische Texturen schaffen eine ruhige Atmosphäre, in der große Fenster, Balkone und private Terrassen als unsichtbare Trennwände fungieren. So verwandelt sich jedes Zimmer in einen Rückzugsort, der ganz dem „Slow Living“ gewidmet ist, und lässt die visuellen Grenzen zwischen Innen und Außen verschwinden, um die umgebende Landschaft in eine lebendige Kulisse zu verwandeln, die die Wahrnehmung des Raums erweitert.
Innerhalb dieser formalen Kohärenz legen die Badezimmer ihre rein utilitaristische Funktion ab und werden zum intimen Mittelpunkt des architektonischen Erlebnisses. Das Design setzt auf haptische Oberflächen und mineralische Oberflächen, die die elegante Robustheit des lokalen Gesteins widerspiegeln und großzügige begehbare Glasduschen sowie CEA-Armaturen mit skulpturalen Linien einrahmen. Durch meisterhaft abgestimmte Beleuchtung, die die Dreidimensionalität der Wandverkleidungen unterstreicht, und eine fließende Integration in den Schlafbereich der Suiten wird das Ritual des Wassers zu einem Moment tiefer Loslösung – ein Ausdruck von unaufdringlichem und authentischem Luxus.
Architektur & Innenarchitektur: RGS Tecnica, Arch. Paolo Salami; BDG Architecture, Arch. Anhtu Breda
Bildnachweis: Enrico Costantini, Leonit Ibrahimi