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Ein faszinierender Bodenbelag aus Feinsteinzeug für die Neue Mittelschule in Puos d’Alpago
Das 2024 von dem Architekten Gianluca Facchinelli umgesetzte Projekt der Neuen Mittelschule in Puos d’Alpago in der Provinz Belluno (Italien) erhält bei der 13. Ausgabe des Architekturwettbewerbs Grand Prix in der Kategorie Verwaltungs
Das 2024 von dem Architekten Gianluca Facchinelli umgesetzte Projekt der Neuen Mittelschule in Puos d’Alpago in der Provinz Belluno (Italien) erhält bei der 13. Ausgabe des Architekturwettbewerbs Grand Prix in der Kategorie Verwaltungs-, Gewerbe-, öffentliche und Dienstleistungsgebäude den ersten Preis mit folgender Begründung: „Die monolithische und regelmäßige Silhouette des horizontalen Gebäudes, das sich in die Landschaft mit den dahinterliegenden Bergen einfügt und durch die kompakte Ziegelfarbe der Außenhülle gekennzeichnet ist, wird durch die Wahl des Terrazzobodens im Inneren in wirkungsvoller harmonischer Optik kontrastiert. Die Splitter in verschiedenen Grau- und Erdtönen auf der hellen Oberfläche der Feinsteinzeugplatten sorgen für eine wirkungsvolle Unregelmäßigkeit, die die Strenge der Gesamtarchitektur ergänzt.“
Dieses Projekt geht auf einen 2018 von der Gemeinde Alpago organisierten AWN-Planungswettbewerb zurück, der mit Investitionen in die Bildung dem Phänomen der Abwanderung entgegenwirken sollte.
Die Schule basiert auf dem Konzept eines „überdachten Platzes” und folgt einer fast elementaren Siedlungsidee, bestehend aus einem auf vier Kerngebäuden schwebenden Bauwerk, das einen geschützten Raum schafft, der Innen- und Außenbereich direkt miteinander verbindet und außerhalb der Schulzeiten als Bürgerzentrum dient.
Die farbigen Kerngebäude, in denen sich die Servicebereiche befinden, bestimmen den Umfang der Agora, wo die einzelnen Funktionsbereiche in einer Art Laboratorium aufeinandertreffen, das durch die Holzkonstruktionen des Lesesaals und des Empfangsbereichs belebt wird.
Die von Bäumen gesäumte Achse des Hauptgrundrisses verläuft durch das Bauwerk und bringt so Bäume durch die umliegenden Innenhöfe, die Licht in die Gemeinschaftsräume dringen lassen, bis in die Schule. Die Unterrichtsräume und Laboratorien sind auf zwei Etagen rund um die Agora angeordnet und dank Glasfronten und Schiebewänden stets mit dieser verbunden. Hauptmerkmal dieses Ortes ist die optische Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Räumlichkeiten, die so eine Art interne Landschaft ergibt.
Das Projekt strebt nach einer harmonischen Verbindung zwischen Form, Struktur und Material über eine Sichtbetonhülle, die mit modernster Technologie gestaltet wurde und keine zusätzlichen Deckschichten benötigt, sondern bereits alle Dämmungen und Anlagenvorbereitungen enthält.
Für den Bodenbelag in den Innenräumen und die Wandverkleidung einiger Wände wurden insgesamt rund 1.700 m² Platten aus Feinsteinzeug in Terrazzo-Optik der Kollektion Le Ville in der Farbgebung Pisani und im Format 60x120 cm verwendet.
Le Ville interpretiert den „venezianischen Terrazzoboden“ auf eine moderne Art und Weise neu. Dieser Bodenbelag hat eine jahrhundertelange Geschichte und ist eine der originellsten und bekanntesten Kreationen der italienischen Handwerkstradition. Unregelmäßige Splitter und geometrische Strukturen innerhalb der Keramikplatte bilden ein detailreiches Muster mit einem raffinierten und sehr hochwertigen Design.
Es ist eine harmonische Sinfonie von Fragmenten unterschiedlicher Größe, bei der zufällige Wiederholungen und durchgehende Flächen edle Geometrien ergeben, in denen sich das Licht bricht und schöne Hell-Dunkel-Effekte mit ungewöhnlichem zeitlosem Charme erzeugt. Die rechtwinkligen, geschliffenen Steinzeugfliesen der Kollektion Le Ville eignen sich aufgrund ihrer perfekten Ebenheit und der verfügbaren Großformate für die Schaffung von durchgehenden, teppichartigen Bodenbelägen, um große Oberflächen mit minimalen Fugen zu gestalten.
Sie sind eine Hommage an die Schönheit, wobei der Charme eines von Hand gefertigten Graniglia-Bodens auf hohe technische Leistungsfähigkeit von Feinsteinzeug trifft und dabei ein Höchstmaß an Gestaltungsfreiheit bietet. Es ist eine Rückbesinnung auf vergangene Zeiten, die zwischen Tradition und Moderne einen Hauch von Eleganz vermittelt.
Foto: Gustav Willet