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Hotel Fedora: ein Beispiel für alpine Architektur unter Verwendung von Feinsteinzeug
Das von dem Architekten Fabio Mariani entworfene Projekt des Hotels Fedora in Campi Tello di Fassa (Trient, Italien) erhält bei der 13. Ausgabe des Wettbewerbs Grand Prix von Casagrande Padana in der Kategorie Verwaltungs-, Gewerbe
Das von dem Architekten Fabio Mariani entworfene Projekt des Hotels Fedora in Campi Tello di Fassa (Trient, Italien) erhält bei der 13. Ausgabe des Wettbewerbs Grand Prix von Casagrande Padana in der Kategorie Verwaltungs-, Gewerbe-, öffentliche und Dienstleistungsgebäude eine lobende Erwähnung mit folgender Begründung: „Im Rahmen der Gesamtrenovierung einer bestehenden Hotelstruktur gelang es durch die Entscheidung, das gesamte Erdgeschoss und die Außenbereiche mit einem einzigen Material aus grau gemasertem Feinsteinzeug zu gestalten, das sowohl für den Bodenbelag im Innen- und Außenbereich als auch für einige Wandabschnitte und für verschiedene Ablageflächen der Servicetheken verwendet wurde, der gesamten Umgebung in Bezug auf Farbe und Material Einheitlichkeit zu verleihen und die verwendeten Platten als Protagonisten des Eingriffs hervorzuheben.“
Die Inspiration für das Projekt stammt aus der umliegenden Alpenlandschaft, die aus Wäldern und Felsen, kleinen Dörfern mit gepflasterten Straßen und Holzhäusern besteht. Diese Landschaft wird durch die Verwendung von nur zwei umweltfreundlichen Materialien wiedergegeben: Holz und Feinsteinzeug, das aus ökologischen und funktionalen Gründen den Naturstein hervorragend ersetzt. Dank seiner großen Flexibilität konnte das Feinsteinzeug in Räumen mit unterschiedlichen Eigenschaften (z. B. im Wellnessbereich mit rutschfester Oberfläche) sowohl für Bodenbeläge als auch für Wandverkleidungen und Treppen verwendet werden. Insgesamt wurden über 1.500 m² Material verbaut, wodurch sowohl die Arbeiten auf der Baustelle als auch die Verlegung erleichtert wurden. Hierdurch konnte die eindrucksvolle Alpenlandschaft aus Felsen und Bäumen erhalten bleiben, die bereits in der ersten Entwurfsphase als Inspiration für das Projekt diente.
Die Architektur der Innenräume basiert auf dem farblichen und materiellen Kontrast zwischen diesen beiden Materialien: den Bodenbelägen und Wandverkleidungen aus Steinzeug in verschiedenen Formaten und den Trennwänden und Boiserien aus einfachen Holzplanken, die an den Nadelwald erinnern, der sich vor dem dahinterliegenden Gestein (Feinsteinzeug) abhebt.
Somit wird der Bodenbelag aus Feinsteinzeug zum verbindenden Element der verschiedenen Funktionsbereiche (Lobby, Bar, Fernsehraum, Wellnesscenter, Speisesaal, Treppen), die durch große Öffnungen aus Holz und Glas sowie den geschickten Einsatz von Spiegeln optisch miteinander verbunden sind.
Die Baumaßnahmen betrafen einen Großteil des bestehenden Erdgeschosses sowie eine Erweiterung des Speisesaals um etwa 100 m². Alle Räume im Erdgeschoss sind untereinander und mit dem Außenbereich eng miteinander verbunden.
Beim Betreten des Haupteingangs gelangt man in die großzügige Eingangshalle mit der Rezeption aus Fichtenholz und einer auf den Bodenbelag abgestimmten Abdeckung aus Feinsteinzeug in der Farbgebung Dragon Black aus der Kollektion Amazzonia, die in drei verschiedenen Formaten (45x90 cm, 30x60 cm, 60x60 cm) verlegt wurde. Auf der rechten Seite führt der Blick durch mehrere raumhohe Fenster, die in Holzbalken und -säulen „eingefasst“ sind, über den Fernsehraum und den Wellnessbereich bis hin zum Garten im Freien. Im Rezeptionsbereich befindet sich links die Bar, während man rechts durch eine Trennwand aus Holz und Glas in den großen Speisesaal blicken kann, in dem wie in den anderen Räumen ebenfalls Steinzeugfliesen mit dem gleichen Muster und der gleichen Verlegeart verlegt sind. Das in die für alle Räume gemeinsame Zwischendecke integrierte Beleuchtungssystem unterstreicht zusätzlich die einheitliche Wirkung der verschiedenen Räume.
Ph: Daniele Domenicali